18
Ma
Tina
18.05.2013 16:27

Silke, Andrea und ich haben heute meiner kleinen lieben Tina den Weg in den Himmel gezeigt, den sie dankbar und erleichtert gegangen ist.

Mehr als ein Drittel meines Lebends hat mich dieser Hund treu begleitet. So ist mir dieser Weg sicherlich nicht leicht gefallen. Zur meiner Tierärztin fahre ich eine gute Dreiviertelstunde. Als ich mit Fiedel diesen Weg gefahren bin, habe ich mir gewünscht schnell da zu sein. Aber diesmal habe ich die Fahrt durch den Wald genutzt um Tina und mein Leben nochmal zu reflektieren:

Ich habe Tina aus Überzeugung angeschafft. Sie war mein 1. eigener Hund und sie sollte ein Hund werden, der super gut erzogen ist. So machten wir uns 8 Wochen nachdem Mathi zur Welt gekommen ist auf den Weg meinen Hund zu kaufen. Im Auto saßen: Volkmar, Oma Resi zusammen gequetscht zwischen den beiden Kindern Mathi und Sabrina und ich. Sabrina war gerade 2,5 Jahre alt und umso älter sie wurde umso mehr Angst bekam sie vor Hunden. Also war ein Hund hier die richtige Medizin. Auf dem Weg zum Hund wurde der Name des Hundes ausgesucht und alle schönen Hundenamen, die ich aufzählte wurden von meiner kleinen störrischen Tochter abgelehnt. Sie war für:

TINA!

Na ja, nicht gerade der Name, den ich mir für meinen 1. eigenen Hund gewünscht habe - Tina!

Als Tina die ersten 2 Tage bei uns zu Hause war, fand man Sabrina nur noch auf der Couch mit angezogenen Beinen. Mußte Sabrina in die Küche lief sie schnell dorthin und Tina lief lustig hinter ihr her und zwickte ihr mit ihren kleinen scharfen Milchzähnen in die Fersen. Das fand Sabrina in keinster Weise lustig.

Nach einer Woche Eingewöhnungszeit ging es zur Welpenschule. Tina ging nicht in irgendeine Welpenschule - nein, als Golden Retriever/Collie Mix ging sie standesgemäß in eine Hovawartschule! Hier war sie der kleine Sonnenschein des Welpen - und Junghundekursus sah sie doch original wie ein kleiner Hovawartwelpe in Miniatur aus. Alfons Saus hat den Grundstein in unserer Mensch/Hund Beziehung gelegt und er hat mir mein Wissen über die Erziehung von Hunden gegeben.

Der nächste Meilenstein in Tina´s Leben war der Eignungstest beim THW Aachen. Ich weiß noch genau, dass ein externer Prüfer da war und alle Hunde die Rettungshund in Aachen werden wollten geprüft wurden. Diese Prüfung hat ewig und 3 Tage gedauert und wer mich kennt weiß, dass als ich endlich dran war ich unendlich Hunger hatte . Bärbel Freitagsmüller war ganz die gute Mutter und hatte Butterbrote dabei. Just a moment wo ich dran war, biß ich herzhaft in mein Butterbrot. Es schüttete wie aus Eimern und Tina lief wie einer kleiner Schneebesen neben mir her und legte ihre Prüfung mit Bravour ab. Kein Wunder: Golden Retriever und Butterbrot - was sollte da schon schief laufen.

So wurde Tina Aachens erster Rettungshund. Aber das sind weniger meine Erinnerungen, die sich mir aufdrängten, als ich heute morgen durch den Wald fuhr. Eher waren es Gedanken, wie als wir in Wesel eine Suche mit dem THW hatten und Tina bei Dunkelheit einen kleinen Schornstein abstürzte und wir echt von einem kleinen Wunder sprachen, dass sie das heil überlebt hatte. Denn in diesem Schornstein war eine kleine Steigleiter und wenn Tina dort hängen geblieben wäre - nicht auszudenken.

Oder Tina liebte es Hasen zu jagen. So auch als ich in Verlautenheide Silke besucht habe und wir über die Autobahnbrücke mit Spike und Tina in den Wald gegangen sind. Dort scheuchten unsere zwei Hunde einen Hasen auf und rannten hinterher. Spike war ja schnell wieder da - nur Tina ward nicht mehr gesehen. Silke und ich warteten, wir suchten sie und hatten kein Erfolg. Als es dunkel wurde gingen wir nach Verlautenheide und trafen auf die freiwillige Feuerwehr. Was machte die Feuerwehr? Sie suchten nach Tina, weil Tina mittlerweile über das Aachener Autobahnkreuz Richtung Verlautenheide gelaufen ist UAAAAAAAAAAAAAAH! Und das ein Rettungshund!!!!!!!!!! Das hat mich 1 Kasten Bier gekostet!!!!!!

Mir schoben sich Gedanken auf, wie mein damaliger Mann und ich in Heinsberg einen Hundeanhänger gekauft haben. Beim Kauf sagte der Verkäufer noch, daß wir auf den Verschlußriegel ein Schloß machen sollen, damit uns keiner die Hunde daraus klaut. Okay so haben wir uns mit den Hunden im Hänger auf den Weg nach Aachen gemacht, über Alsdorf. Hinter dem Tierpark in Alsdorf überholte uns ein Auto und bremste uns aus. Was wollte der Fahrer von uns? An der Ampel am Tierpark ist die Türe vom Hänger aufgegangen und die Hunde sind rausgefallen und weggelaufen... . Das war wieder ein Fall für die Rettungshunde von Aachen - wo war TINA?

Ach ja das waren alles Zeiten lang lang ist her....

Irgendwann ist die längste Fahrt auch mal zu Ende ...

irgendwann ist auch das längste Hundeleben besser mal zu Ende....

Danke lieber Andrea, danke liebe Silke und danke lieber Frank!

Was sagte Sabrina eben? Mama, du hat richtige Freunde!!!!!!!!!

DANKE!

 

Kommentare


powered by Beepworld