subakut kutaner Lupus erythematodes

 

 

Leider ist unsere Zora an einer Autoimmunerkrankung erkrankt. Am 21.04.08 hatte sie ein Bläschen auf ihrer Lippe. Diese breitete sich auf dem ganzen Lippenrot aus. Es schien den Hund jedoch nicht zu beeinflußen: Zora juckte sich weder daran noch hinderte es sie daran zu fressen.

Meine Freundin ( Tierärztin) empfahl mir einen Abstrich nehmen zu lassen und diesen auf eine Pilzerkrankung untersuchen zu lassen.

Das Ergebnis war negativ,  außer das sich eine ganze Schar an Bakterien auf diesem Abstrich tummelten.

 

Eine 4 wöchige Antibiotika -Kur ergab keine Besserung. Das böse Wort LUPUS stand schon im Raume. Dadurch daß ich aber eine Futterumstellung vor 3 Wochen vor dem Krankheitsausbruch durchgeführt hatte, untersuchten wir den Hund über Bioresonanz auf Futtermittelallergie. Das Ergebnis war wieder negativ.

 

Nun testeten wir das Blut auf Antinukleäre Antikörper (diese Untersuchung hätte zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden brauchen), da diese bei einem systemischen Lupus meistens positiv sind. Das Ergebnis war wieder negativ.

 

Ein bischen war ich nun beruhigt, die schlimmste Form vom Lupus schien unser Hund nicht zu haben.

Aber wir wurden auf die Seite www.tintenblau.de aufmerksam gemacht. Somit stand eine andere schlimme Krankheit im Raum Dermatomyositis. Hierbei hat der Hund nicht nur den Ausschlag, sondern diese Krankheit geht noch mit  Muskelschwund einher. Die Lebenserwartung bei dieser Krankheit wird nicht als sehr hoch eingeschätzt.

 

Mittlerweile hatte Zora in den Innenschenkel vorne wie auch hinten kreisrunden Ausschlag, der überhaupt nicht verheilte. Weder mit Bepanthensalbe noch mit Betaisadona. Der Ausschlag war wund offen. Die Augen hatten Blutkrusten und Pigmentverlust.

 

Ich versuchte die Augen und die Haut mit einer Brille zu schützen, aber leider halten die Hundebrillen beim Collie nicht.

Nun bekamen wir den guten Rat uns an die Birkenfeld - Klinik zu wenden. Nachdem der Hund über 4 Wochen Antibiotika bekommen hatte, konnten hier unter Narkose 4 Gewebeproben entnommen werden und die wurden nach England zu einem erfahrenen Derma-Histopatholgen eingeschickt.

 

Das Ergebnis lautet subakuter kutaner lupus erythematosus.  Die Krankheit attackiert nicht nur die Zellverbindungen der  Basalmembran sondern zerstört auch die Zellkerne. 

Diese Erkrankung ist eine Sonderform zwischen dem systemischen und diskoiden Lupus erythematodes. Die Hälfte der Patienten erfüllt im Verlauf die Kriterien für einen systemischen LE, allerdings sind Nieren und ZNS-Beteiligung seltener und milder, so dass die Prognose günstiger ist.

Da diese Krankheit durch UV Strahlen begünstigt wird, sollte unsere Zora im Sommer in der Zeit von 10  - 16 Uhr nicht der Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Da wir keinen eigenen Garten haben, sondern einen Gemeinschaftsgarten, haben wir das Glück, daß wir den Hund eh nicht den ganzen Tag draußen auf der Wiese liegen haben. Im großen und ganzen stellt es kein Problem für uns da.

Die depigmentierten Stellen behandeln wir mit "safer in sun" einer Sonnencreme für Pferde mit einem Lichtschutzfaktor 30. So wollen wir die Gefahr für den hochbösartigen Plattenepithelkarzinom mindern.

Nachdem wir an Hand eines Blutbildes festgestellt haben, daß es unsere Zora "innerlich" gut geht, wird sie auf Empfehlung der Birkenfeldklinik mit Tetracyclin und Nicotinamid behandelt, da diese Alternativbehandlung auf das Immunsystem wirkt und dessen Modulation verändert. Kombiniert wird dies mit einer Cortisoncreme.

Nach über 8 Wochen heilen die ersten kreisrunden Wunden ab. Wir hoffen, daß alle offenen Stellen abheilen und keine neuen hinzukommen. Es wäre schön, wenn die depigmentierten Stellen an den Augen wieder pigmentiert werden und das Fell wieder langsam nach wächst. (Nachsatz 2014: Da es sich bei diesen Stellen um Narben handelt, ist das Fll natürlich nicht nachgewachsen)

Bei diese Krankheit ist es nicht nachgewiesen, daß es sich um eine Vererbung handelt. Da sie aber auffälligerweise in betroffenen Familien häufiger vorkommt, geht man von einer Vererbung aus. Diese Krankheit tritt vermehrt bei Collies und bei Shelties auf. Wir werden Zora nicht für die Zucht verwenden.

08.11.08 Nun ist einige Zeit vergangen. Zora geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Der Ausschlag ist völlig zurück gegangen

Nach Rücksprache mit Frau Dr. Peters können wir nun die Medikamenteneinnahme verringern. Ich freue mich!

Wie ihr seht, sieht man so gut wie nichts mehr. drückt uns die Daumen, daß es so bleibt!

13.04.2009

Ab Dezember 2008 haben wir alle Medikamente abgesetzt. Zora hatte große Magenschmerzen. Sie schien eine Magenübersäuerung mit starken Beschwerden in der Speiseröhre zu haben. Zora ließ sich kaum von uns anfassen und zitterte mehrmals am Tag am ganzen Körper. Sie kam überhaupt nicht mehr ins Wohnzimmer. Das alles fanden wir sehr besorgniserregend! Somit kamen wir zu dem Entschluß: alle Medikamente absetzen.

Jetzt ist April und Zora hatte 4 Monate Ruhe! Kein Ausschlag! Kein Zittern! Und Zora liegt jetzt jeden Tag im Wohnzimmer. Lang ausgestreckt und fühlt sich wohl.

Aus Angst vor neuem Ausschlag lassen wir Zora in der Zeit von 10 -16 Uhr nicht nach draussen. Zur Zeit hat sie 2 kleine Schürfwunden, die hoffentlich nichts mit der Krankheit zu tun haben. Abwarten und Tee trinken heißt unsere Devise.

Vor genau einem Jahr haben die Symtome ihrer Krankheit begonnen.

26.04.09 Lupus , er hat uns wieder ereilt! Zora hat Ausschlag an der rechten Lippe und im Innenschenkel.

 19.06.09 Aus Angst vor der Krankheit kriegt Zora jetzt wieder Tetracyclin 500 mg 3 x täglich, Nicotinamid und etwas gegen Magenübersäuerung. Dr. Hennicken empfahl uns vorsichtshalber 0,5 mg Cortisontabletten zu geben. Zora hat durch das Cortison zugenommen. Sie wiegt jetzt 23 kg. Steht ihr nicht schlecht.

 Dieser Bericht ist von mir laienhaft geschrieben. Meine Informationen habe ich von www.tierklinik-birkenfeld.de; www.dermis.multimedica.de;www.dr-haemmerling.de. Dieser Bericht soll für andere Hundehalter sein, die denken ihr Hund hätte diese Erkrankung oder die wissen ihr Hund hat diese Erkrankung. Wir freuen uns über Informationen von anderen, die uns ihre Erfahrungen mitteilen möchten. Jeder der Fragen zu diesem Thema hat oder einfach mit uns darüber reden möchte, kann uns gerne eine Email schicken.

So, jetzt schreiben wir das Jahr 2011 und unsere Zora lebt immer noch!!!!!! Die Krankheit lupus haben wir jetzt seit 2 Jahren mit Hilfe unserer Tierheilpraktikerin Josi Wertz im Griff. Sie sagt uns Anfang des Jahres, sobald die ersten Sonnenstrahlen Zora krank machen, wie wir sie behandeln sollen. Nichts Antibiotika. Zora kriegt Heilpilze besonders Futter etc. und ihr Haut sieht spätestens nach 6 Wochen normal aus. Diesen Sommer konnte Zora geniessen. Ihr Ausschlag hat sie nur im April und Mai gequält und danach war es vollkommen in Ordnung. Was bin ich froh, daß wir unsere Tieheilprakterin haben.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2013 und Zora lebt immer noch!!! Sie suchen Hilfe bei dieser schlimmen Krankheit. Ich kann Ihnen sagen was Zora im Jahre 2012 für Medikamente bekommen hat, damit sie keinen Ausschlag hat:

KEINE!!!

Durch unseren lieben Fiedel haben wir unsere Hunde ab Oktober 2011 gebarft. Dieser Umstand hat Zora dazu verholfen keinerlei Ausschlag den ganzen Sommer über zu haben. Sollte ihr Hund an lupus erkrannkt sein, barfen sie ihn. Ich will nicht sagen, dass jeder gebarfte Hund keine Symtome mehr hat - aber es kann u.U helfen - siehe Zora

Immer wieder erreichen uns vereinzelt Anfragen oder Berichte über andere erkrankte Hunde.

Gerade heute hat mir Martina geschrieben. Sie hat mir erlaubt Ihre Email hier zu veröffentlichen.

Hallo Frau Schäfer,

wir haben zwar keinen Collie, sondern eine Mischlingshündin aus der Türkei,

aber als ich ihren Bericht über Zora im Internet las, wollte ich ihnen einfach schreiben.

Auf ihre homepage über Zoras Krankheit bin ich gestossen, weil ich mich

Über die Krankheitssymptome unserer Pinar informieren wollte.

Bei ihr liegt der Verdacht auf Pemphigus vor, Lupus wird aber auch nicht ganz ausgeschlossen.

Bei uns begann alles, als wir mit Pinar auf dem Weg zum Tierheilpraktiker

Waren. Wir hatten einen Tag zuvor bemerkt, dass sie Haare an den Augenbrauen

Verloren hatte, vermuteten Demodex und wollten sie gleich vom THP

Dagegen behandeln lassen.

 

Während der 1 stündigen Wartezeit dort explodierten auf der rechten

Seite Augenbraue und Lefze Pusteln, die krustig aufbrachen und bluteten.

Der THP vermutete noch, dass es eine Allergie sein könne, weil es

So urplötzlich kam.

Abends war ihre Schnauze dellig geschwollen und die Symptome begannen auch links.

 

Als die Pusteln aufbrachen, rissen sie richtige Löcher in die Haut, die extrem

Schnell bluteten.

Der Nasenrücken war das schlimmste. Dort bildeten sich „Blumenkohlgeschwüre“

(meine Worte, weil sie sich so nach oben wölbten). Es war richtig schlimm

Das mit an zu schauen. Ein paar mal passierte es, kaum waren sie etwas

Abgetrocknet, riss sich Pinar mit einer falschen Bewegung wieder eine

Tiefe Wunde in die Haut. Auch die Ohrränder waren durch Pusteln stark

Verkrustet, an der Hüfte zeigte sich eine größere Stelle und an den Hinterläufen

Auch.

 

Als die Symptome sich links im Gesicht vermehrten und Löcher bildeten, sprach der

Tierarzt von Pemphigus oder Lupus.

Bei Pemphigus werden „nur“ die Zellverbindungen zerstört, mit Lupus

Kennen Sie sich ja aus.

 

Wir ließen auch ein Blutbild machen.

ANA und ANF Test waren negativ.

Organwerte normal. Nur Leukozyten u. Hämoglobin

Leicht erhöht, was natürlich für die Entzündung im Körper sprach.

 

Im Differential Blutbild waren einige Werte sehr erhöht,

was anscheinend für eine „Allergie“ spricht.

 

Um genaueres zu wissen, hätten wir bei ihr auch eine

Gewebeprobe machen lassen müssen.

Aber nachdem mit Hilfe des THP alles innerhalb einer

Woche doch so gut verheilt war, wollte ich Pinar das

Nicht auch noch zumuten.

Zumal eine Op bei einer Immunerkrankung ja auch nicht

Wirklich das gelbe vom Ei ist.

 

Wie haben Sie die Sache mit ihrer THP in den Griff bekommen?

Pinar bekommt morgens Platinum Huhn, aber eine spezielle Variante

OHNE die ganzen Kräuter darin.

Abends wird sie gebarft.

Da wir auch mit dem Wohnmobil unterwegs sind, fällt mir nur

Barfen im Urlaub schwer.

 

Wie verhalten Sie sich mit dem Impfen?

Wir haben 4 Hunde und eigentlich würde ich keinen

Von ihnen mehr impfen lassen.

Muss ich aber, weil wir auch ins Ausland fahren und

Da ist mindestens die Tollwutimpfung erforderlich.

 

Diese liegt erst in 2 Jahren wieder an, bereitet mir

Aber jetzt schon Bauchschmerzen….

 

Was geben Sie ihrem Hund als „erste Hilfe“

Wenn sich wieder Symptome zeigen?

Unser THP ist toll, leider verabreicht er sämtliche

Homöopathischen Mittel in Spritzenform, weil er sagt

Dies nehme der Stoffwechsel des Hundes besser auf.

 

Haben Sie sonst noch irgendeinen Tip für uns?

 

Die mail ist jetzt doch recht lang geworden.

Aber die letzten Tage waren sehr nervenaufreibend

Und belastend für uns. Und da ist man über

Jeden Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen

Sehr dankbar.

 

Anbei schicke ich Ihnen ein paar Bilder, wie die

Geschichte bei uns aussah….

Das letzte Bild zeigt Pinar heute. Ihr geht es gut,

sie ist verfressen wie immer und aufgeweckt.

Da wir sie seit Anfang der Symptome nicht mehr

Im Freilauf, sondern nur noch angeleint halten,

platzt sie vor Energie.

 

Wie geht es ihrer Zora, sind die Symptome nochmals

Aufgetaucht?

 

Viele Grüße

Martina Bernlöhr-Murawski

 

April 2014:

Zora wird seit 2011 gebarft. Bis heute haben wir noch keinen Ausschlag, obwohl der Winter sehr kläglich ausgefallen ist und wir eigentlich schon länger schönes Wetter haben. Zora bekommt vorzugsweise Pferd und Kartoffeln. Aber sie frisst auch Huhn und Rind. Das Barfen ist für Zora das A und O. Ihr geht es gut und sie liebt ihren Sport. Sollten Sie einen Hund mit Lupus haben, versuchen Sie ihm ein normales Leben wie möglich zu ermöglichen. Lassen Sie sich nicht verrückt machen, wie Sprüche: "Streß verschlimmert die Krankheit". Zora hat bei uns auch ganz normalen Streß, wie z.B Urlaubsreisen, Agilityturniere, Rally O Turniere, neuen Hundezuwachs etc. aber dadurch bricht ihre Krankheit nicht aus und ihr geht es dadurch nicht schlechter. Mittlerweile ist Zora 7,5 Jahren und ich kann sagen: Ihr geht es echt gut!
 

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