Basset´s ( unser alter Collie)

letzter Einsatz

2. Erfolgreicher Einsatz der Fachgruppe Ortung

Die Einsätze vom THW Aachen in Verbindung mit dem Ortsverband Düren müssen unter einem besonders guten Stern stehen:

Am 07.12.06 wurde das THW Aachen in Verbindung mit dem Ortsverband Nörvenich und der Fachgruppe Beleuchtung Düren um 18:20 Uhr alarmiert um eine abgängige Person zu orten. Und genau wie im Mai diesen Jahres wurde auch diesmal die vermisste Person gefunden.

Mit dem Eintreffen der Fachgruppe Ortung fand der Hubschrauber der Polizei im Suchscheinwerfer die vermisste Person auf einem Feld. Somit wurde der RTW und der Notarzt alarmiert.

Die Fachgruppe Ortung konnte ohne ihre Rettungshunde auszupacken sofort wieder den Heimweg antreten.


Keine 12 Stunden später...

 

hieß es für die Einsatzgruppe der Fachgruppe Ortung E I N S AT Z!

Am 8.12.06 gab es um 8:45 Uhr den nächsten Einsatz für uns. Die Ortungsgruppe von Unna –Schwerte alarmierte Aachen und Bocholt. Es war seit Mittwoch Abend ein 70 jähriger Mann verschwunden, der seinem Leben ein Ende setzen wollte und einen Abschiedsbrief geschrieben hatte.

Da für ihn Gefahr in Verzug war, begannen wir nach Einweisung der Polizeieinsatzleitung mit Unterstützung von Unna-Schwerte und einem ortskundigen Feuerwehrmann sofort mit der Suche.

Das Suchgebiet war sehr hügelig, steil, glatt und unwegsam.

Nach 4 Stunden Suche hatte wir unser uns zugeteiltes Suchgebiet ohne Erfolg abgesucht.

Mittlerweile war es schon 16:30 Uhr und wir traten unseren Heimweg an.

Die Einsatzleitung wollte den Einsatz mit Einbruch der Dunkelheit unterbrechen.

 

 

Wie schnell aus einem Übungseinsatz ein Realeinsatz wird!

 

Am Dienstag Abend traf sich der 2. Technische Zug und die Fachgruppe Ortung in der Unterkunft, um zusammen eine Einsatzübung zu fahren. Über Funk meldete sich die Einsatzleitung, die in diesem Fall kein anderer als unser Zugführer Markus Kalf übernahm, und forderte die Helfer des 2.Technischen Zug und die Fachgruppe Ortung auf in die Scheibenstraße zukommen.


Bunkeranlage Scheibenstr. in Aachen

Dort wurden in einer Bunkeranlage vier Jugendliche "vermisst". Schnell stellte ich, als Ausbilderin der Rettungshunde zwei Teams zusammen. Ein Team bestand aus einem Junghund und einem Althund und zu dem anderen Team gehörten ein Junghund und zwei Althunde. Die anderen Junghunde sollten im Anschluß der Einsatzübung trainiert werden.

Das erste Team machte seine Aufgabe spitzenmäßig! Der Junghund zeigte sich besser, als ich erwartet hatte. Am Anfang hatte der Hundeführer zwar leichte Probleme, weil der Junghund sich nicht so gut von ihm löste, wie er es auf unserem Trainingsgelände machte. Aber mit der Zeit verstand der Rettungshund "Tom" schon was sein Hundeführer von ihm verlangte. Im Keller angekommen, machte Tom einwandfrei eine Anzeige. Tom zeigte sich etwas verunsichert, wegen der Dunkelheit, dem anderen Geruch und der großen Räume, aber er konnte uns allen klar und unmissverständlich zeigen, wo sich ein "Opfer" befand. Es war sogar für ihn ein schwieriges Versteck, weil es sich hierbei um ein Hochversteck gehandelt hat. Tom wurde großartig gelobt. Um auch für den Althund eine Übung zu haben, ließen wir den Keller noch von dem Rettungshund Lucky absuchen. Lucky lief an dem ersten Opfer vorbei, durchquerte den kompletten Keller und legte dort eine feinste Anzeige hin. Auch er hatte im Keller ein Opfer gefunden.

Stolz schon zwei Opfer gefunden zu haben, machten wir uns auf den Weg zur Einsatzleitung. Während nun der 2.Technische Zug die zwei Opfer bergen konnte, machte sich bei uns das 2. Team fertig.

Milosz sollte mit der Suche beginnen. Aber diesem Junghund machte die ungewohnte Umgebung (keine Trümmer) mehr Schwierigkeiten als Tom. Leider überlief er auch ein Opfer. Das fand aber unser Althund "Vaila" vom Hundeführer Freddy ohne Probleme. Da die erste Etage von der Bunkeranlage von uns freigegeben werden konnte, sollte nun der Rettungshund Nopp die oberste Etage absuchen. Ich verzichtete darauf Milosz noch mal einzusetzten. Mit ihm wollte ich lieber im Anschluß eine Anzeigeübung mit einem "geübten" Opfer machen. Er war zu sehr beeindruckt von dem Staub, der Dunkelheit und den ungewohnten Geräuschen. Hundeführer Hartmut setzte Nopp in der oberen Etage im ersten Raum ein. Leider hatte Nopp sofort eine Anzeige. Was heißt leider? Wir hatten die Einsatzübung erfolgreich beendet! Alle Opfer hatten die Hunde in einer guten Zeit gefunden.

Der Technische Zug konnte nun seiner Aufgabe nachgehen und die Opfer bergen. Während Hartmut und Freddy ihre Hunde zurück zum Anhänger brachten, um ihre Junghunde zu holen, ging ich zurück zu Hannes und Jens auf die erste Etage.

Jens versteckte sich mit Milosz Lieblingsspielzeug hinter einer Ecke. Es war die Diele vom Treppenhaus. Milosz sauste los und war schnell auf der richtigen Fährte. Er verschwand im Toilettenbereich und kam wieder herausgeschossen. Milosz schnupperte mit seiner Nase. Er schien vom Jens Witterung zu haben und lief eilig dem Duft hinterher. Ich stand am Treppengelände, das durchaus 1,60 Meter hoch war. Auf einmal springt Milosz mit einem Satz auf das Treppengelände, dass nur eine Breite von sieben Zentimeter hatte. Ich versuchte ihn zu packen und rufe ihn entsetzt zurück. Aber leider hat er soviel Schwung, dass er in die Dunkelheit stürzt. vier Meter tief! Der Aufprall! Ein Junken! Pfotentrippeln ... er hat den Sturz auf den Betontreppen überlebt. Schnell laufen wir die Treppe hinab. Etwas beduselt läuft Milosz herum. Wir laufen zu ihm und untersuchen ihn. Wir können keine Anzeichen von Verletzungen feststellen. Er scheint vollkommen in Ordnung zu sein. Ich schicke Hannes mit seinem Hund sofort zum Fahrzeug und laufe zur Einsatzleitung. Schnell berichte ich Markus was geschehen war und sehe zu, dass wir zum Tierarzt kommen. Eine Tierärztin von der Tierarztpraxis Dr. Staudacher in Aachen untersucht Milosz und bestätigt unsere Annahme. Milosz hat Glück im Unglück gehabt!


Milosz

Wir kommen alle mit dem Schrecken davon! Und wieder einmal habe ich gesehen, dass ich mich auf meine Leute verlassen kann! Danke!

 

Erfolgreicher Einsatz der Fachgruppe Ortung

Am 21.05.06 um 7:42 Uhr wurde die Fachgruppe Ortung alarmiert. Sie sollte den Ortsverband Düren und Hürtgenwald bei der Suche von einem 80 –jährigen, demenzkranken Mann unterstützen. Der ältere Herr war seit Samstag, den 20.05.06 21:00 Uhr von einem Altersheim in Nideggen abgängig. Die Polizei hatte am Vorabend schon alle Wege in Nideggen rund um das Altersheim erfolglos abgesucht. Wegen Dunkelheit, Regen und Sturm wurde der Einsatz mitten in der Nacht auf den nächsten Morgen verschoben.

Die Polizei alarmierte das THW Aachen, Düren und Hürtgenwald. Auf Wunsch der Polizei suchten einige Helfer des THW mit Mountainbikes die Wanderwege, die nicht mit den Einsatzfahrzeugen zu befahren waren, ab. Einige Helfer suchten im Kurpark von Nideggen.

Nach Absprache mit der Einsatzleitung (Jörres, Guido) sollte die Fachgruppe Ortung den Wanderweg vom Altersheim Richtung Brück absuchen. Ausbilderin Sandra Schäfer-Koll stellte zwei Suchtrupps zusammen. Eine Gruppe suchte den Fußweg unterhalb des Altersheim ab. Die andere Gruppe suchte den Pfarrer-Lennartz-Weg ab.

Der Bruder des Vermissten gab an, dass dieser den Weg oft nach Brück benutzt hat. Die Rettungshunde suchten rechts und links den Wegrand ab. Andrea Fackelday, Hannes Pössinger und Sandra Schäfer-Koll beobachteten die Hunde und berieten sich auf Grund der gefährlichen, felsigen Unwegsamkeit. Zwei Mountainbiker hatten die Strecke zwar schon abgefahren, aber die Rettungshunde konnten mit ihrer Spürnase das Dickicht genauer absuchen.

Durch eine Funkmeldung wurde der Gruppe während der Suche mitgeteilt, dass der Vermisste an den „2 Brüdern“ einer Felsformation gefunden wurde, nun aber noch geborgen werden musste.

Dort angekommen trafen die Rettungshundeführer die Helfer Jörg Bauchmüller und Christian Peters vom THW Düren, sowie einen Helfer vom THW Hürtgenwald. Jörg Bauchmüller hatten den Vermissten neben der Felsformation entdeckt. Er saß auf einer Felsenplatte, unterhalb dieser ging es steil in die Tiefe. Es bestand die Gefahr, dass der alte demenzkranke Mann sich beim Ansprechen erschrecken und in die Tiefe stürzen würde. Aus diesem Grund gingen Hannes Pössinger und Jörg Bauchmüller um den Felsen herum und näherten sich dem Herrn bergaufwärts. Somit war sicher gestellt, dass das Opfer nicht nach unten wegrutschen konnte. Der Helfer Pössinger sprach den alten Herrn freundlich an. Dieser war sichtlich erfreut, endlich gefunden worden zu sein. Der Helfer aus Hürtgenwald und die Hundeführerin S. Schäfer-Koll sicherten den alten Mann von oben. Offensichtlich war der Mann sehr erschöpft und durchgefroren. Seine Beine taten ihm vom langen Sitzen weh. Er hatte sich wohl gestern Nacht an dieser Stelle niedergelassen, doch durch den ganzen Regen, durch das Laub rutschen seine Füße nur noch weg und er konnte nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Er war sehr erleichtert und die Helfer packten ihn mit ihren Jacken warm ein.

Mit sechs Helfern wurde der Mann gedreht und langsam an der Felswand wieder nach oben bugsiert. Jeder packte tatkräftig mit an. Oben angekommen wurde für den älteren Herrn eine Sitzgelegenheit geschaffen und er wurde warm eingepackt. Langsam flößte die Helferin Andrea Fackelday ihm Flüssigkeit ein. Dankbar nahm der Herr sie auf. Die Polizei war schon verständigt, so dass der RTW schon unterwegs war.

Mit einer Trage aus dem Rettungswagen konnte der Herr über den Wanderweg schnellstmöglich zum RTW gebracht werden. Zur Beobachtung musste der Mann in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen diesem lieben und achtenswerten Mann gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder zu Hause ist und seinen von uns versprochenen Kuchen und Kaffee zu sich nehmen kann!!!!

Ein weiter Dank geht an die Helfer Düren und Hürtgenwald. Mit Euch arbeiten wir gerne wieder! Es war kein Problem, dass wir uns nicht kannten – besser hätte man nicht Hand in Hand arbeiten können.

Ein unnötiger Einsatz

…16.05.06 23:40 Uhr …piep… piep… piep…. schrillt der Funkmeldeempfänger von mir durch das sonst mucksmäuschenstille Haus. Wollte ich doch gerade zu Bett gehen, war mir schnell klar, dass daraus vorerst mal nichts werden würde.


Sandra mit Ihren beiden Rettungshunden Tina und Basset

"Einsatz FG Ortung"

steht dort in großen schwarzen Lettern geschrieben. Schnell werden die anderen Helfer der Fachgruppe Ortung alarmiert. In Eschweiler – Weisweiler wird ein Kind vermisst, so lautet die Vorinformation des Ortbeauftragten Jochem Brammertz des THW Aachen.

… 17.05.06 00:15 Uhr… Eintreffen aller Helfer in der THW Unterkunft Aachen…

Bei diesem Einsatz muß es sich um einen besonderen Einsatz handeln, denn vor der Unterkunft stehen schon 4 Fahrzeuge abfahrbereit und die Einsatzzentrale ist von 2 Helfern besetzt. Unser Ortsbeauftrager J. Brammertz fährt mit C. Scholl im Vorausfahrzeug um die Lage und den Einsatzort zu erkunden.

…17.05.06 00:45 Uhr… Eintreffen der THW Helfer des 1.TZ und der Fachgruppe Ortung am Einsatzort…

Nun weiß ich warum sich dieser Einsatz von den Anderen unterscheidet: Bei der Polizei ist ein Anruf eingegangen, der nicht zurückverfolgt werden kann, dass in einem bestimmten Bereich in Eschweiler – Weisweiler eine Kinderleiche liegen würde. Dabei würde es sich um einen Kleinkind handeln. Mir läuft ein Schauer den Rücken hinunter, eine Gänsehaut überkommt mich. Handelt es sich wirklich um ein totes kleines Kind, oder möchte jemand sicherstellen, dass das Kind gefunden wird und es handelt sich um ein leblosen Körper. Vielleicht hat jemand nur gedacht, das kleine Kind wäre tot. Die Gedanken rattern in meinem Kopf. An den entsetzten Gesichtern meiner Kollegen kann ich sehen, dass es ihnen nicht anders geht. Der 1. TZ baut 6 Powermoons in sekundenschnelle auf und macht die Nacht zum Tag. Sie arbeiten schweigend Hand in Hand. Jeder hängt seinen Gedanken nach.
Die Helfer vom THW Eschweiler und Herzogenrath haben schon einen Lichtmast aufgestellt und erleuchten die provisorische Einsatzleitung.
Wir machen unsere Rettungshunde fertig, die Helme werden mit Kopfleuchten ausgestattet, jeder nimmt noch zusätzlich seine Taschenlampe in die Hand. Wir bilden 3 Teams á 3 Helfer. Zwei Teams durchsuchen die Böschungen und ein Team durchsucht eine Wiese auf der das Gras meterhoch steht. Alle Sinne sind angespannt – jeder erbringt seine Höchstleistung. Wir achten auf jede erdenkliche Spur – jede Regung und Bewegung des Hundes wird registriert. Die Hunde haben Schwierigkeiten sich durch das dornige Dickicht zu kämpfen. Leise reden wir miteinander, beraten uns, überlegen was sich hier abgespielt haben könnte um dadurch einen Aufschluß zu bekommen, wo wir bei unserer Arbeit Schwerpunkte setzen wollen.
Mir bricht der Schweiß aus. Trotz des Regens ist mir heiß. Ich kämpfe mich mit meinem Hund von einem Hügel zum Anderen. Dornen setzen sich in der Uniform fest, der Hund fiept – er hängt fest. Heiner Bach und ich beschließen eine Pause einzulegen und einen frischen Hund einzusetzen. Genau in diesem Moment erreicht unser Team die Nachricht über Funk, dass der Einsatz abgebrochen wird. Wir schauen uns fragend an und gehen zurück zur Einsatzleitung.
Die Polizei teilt uns mit, dass durch intensiven Nachforschungen der Polizei die ganze Sache aufgeklärt werden konnte. Zwei Mädchen haben sich den „Spaß“ gemacht und einen angeblichen Kinderfund gemeldet. – Der „Spaß“ hat 50 Helfern die Nacht und ihre Nerven gekostet. Unsere Antwort darauf war: „Da haben wir noch einmal Glück gehabt! Lieber so wie anders!“ Aber der Polizist sagte: „ Nein! Besser wäre gar kein Einsatz!“ Da gebe ich ihm natürlich Recht!!!!!!

….17.05.06 4:00 Uhr… Einsatz beendet …

Ich falle müde und abgeschlagen ins Bett. Morgens um 6 Uhr geht der Wecker. Die tägliche Arbeit beginnt und um 8 Uhr stehe ich wie jeden morgen in der Praxis und gehe meinen „richtigen“ Job nach.

Großangelegte Suche im Gressenicher Wald

Eine 43- jährige Frau wurde von der Aachener Polizei im Wald bei Stolberg-Gressenich und Schevenhütte zwei Tage lang gesucht.
Gegen 11 Uhr am Donnerstag ,dem 19.01.06 war die Frau zu Hause zuletzt gesehen worden. Nach Angaben der Polizei hatte sie wegen familiärer Probleme Selbstmordabsichten geäußert und so wurde noch mittags eine groß angelegte Suche gestartet.

Nicht nur eine Polizei-Hundertschaft und ein Hubschrauber suchten nach der Vermissten, gleichzeitig wurden auch die Rettungshunde des Technischen Hilfswerkes aus Aachen und das DRK alarmiert.
Vom Parkplatz Krewinkel aus, wo ihr Wagen gefunden worden war, durchkämmten die Mannschaften den Wald. Der Hubschrauber überflog zur Unterstützung der Polizeihundertschaft die Baumspitzen, um irgendwelche Hinweise zum Aufenthaltsort der vermissten 43- Jährigen zu finden.

THW und DRK suchten in eingeteilten Waldgebieten stundenlang nach der Frau, jedoch leider ohne irgendwelche Erfolge.
Unterstützt wurden alle von Helfern des THW Stolberg, die nicht nur heißen Kaffee und Essen besorgt hatten. Sie stellten auch einen Stromaggregat und so genannte Powermoons um die Nacht zum Tag zu machen zur Verfügung.
Die Polizei machte sich zunächst Hoffnung, die Vermisste recht bald zu finden, doch am Abend gab es immer noch keine Spur. Trotzdem wurde nach Einbruch der Dunkelheit wegen der geäußerten Suizidabsichten und der zum Zeitpunkt sehr niedrigen Temperaturen weiter gesucht.
Nachdem man über Nacht die Suche eingestellt hatte, wurde diese am nächsten Morgen fortgesetzt.
Wieder waren die Hunde mit ihren Hundeführern zur Stelle. Ebenfalls im Einsatz waren die Hundertschaft, sowie der Hubschrauber der Polizei und das DRK .

Diesmal wurde die Suche auf Gebiete südöstlich der Wolfsfarm in Richtung Wehebachtalsperre und Schevenhütte ausgedehnt. Wanderer, die in dem Gebiet unterwegs, und auf das Großaufgebot aufmerksam geworden waren, zeigten große Betroffenheit.
Leider wurde man trotz bis in die Abendstunden andauernde, intensive Suche von allen Beteiligten nicht fündig. Am Abend wurde die Suche dann von der Polizei abgebrochen.

26.01.06
Die seit Donnerstag vermisste 43- Jährige wurde sechs Tage nach ihrem Verschwinden von Spaziergängern tot aufgefunden. Nach Angaben der Polizei ist kein Fremdverschulden, sondern Suizid die Todesursache.

Andrea Fackeldey
Rettungshundeführerin
FGr Ortung
OV Aachen

Prüfung aus Hundesicht

Die Hunde des THW´Aachens unter sich:

Basset erzählt: „ Seit den Sommerferien wusste ich schon, wo der Hase läuft. Jeden Mittag ging Sandra mit uns spazieren. Wir haben mittags immer eine halbe Stunde Zeit, den Hasen und die Mäusen in ihre Schranken zu weisen. Die meinen ja immer ihnen gehört die ganze Wiese – aber dann kommen wir und mit herrlichem Gebell eins, zwei, drei die Wiese ist wie leer gefegt. Aber seit den Sommerferien ist mal wieder alles ganz anders:

Jeden Mittag müssen Tina und ich antreten. Zuerst muß der eine sich hinlegen und so lange liegen bleiben bis der andere seine Übung perfekt absolviert hat. Und wehe du stehst mal zu früh auf: Platz!!! Brüllt sie dann und kommt schnellen Schrittes auf dich zu. Dann musst du sehen, dass du dich ganz schnell platt wie eine Flunder auf den Boden legst. Und wenn du dran bist, dann geht es los 40 Schritte geradeaus, eine Kehrtwendung , 10 Schritte gehen, 10 Schritte laufen, 10 Schritte laaaaangsam gehen. Und wehe du schnüffelst mal auf den Boden, oder du gehst nicht direkt neben ihrem Bein, oh weh! Ich weiß gar nicht warum die sich immer so aufregt. Ich bell dann schon mal, aber dann sagt sie immer Neein! So ein Quark! 10 Schritte, dann Sitz; 10 Schritte dann Steh; 10 Schritte dann Platz – man kommt sich vor wie ein Stehaufmännchen! Aber ich sags euch ich wusste schon was gebacken war. Prüfung!!! Wir hatten bald wieder Prüfung! Da müssen wir das alles können: Und noch über so eine Wippe laufen, über eine Leiter laufen, durch eine Röhre rennen – als ob wir das nicht alles können würden. Machen wir doch bei jeder Vorführung und da klappt es doch auch immer! Aber Frauchen ist ja so verrückt, alles muss perfekt sein. Dann setz sie sich auch noch jeden Abend an den Schreibtisch und kreuzt irgendwelche Antworten an, statt uns lieber zu kraulen. Dann schreit sie : „ Heinz, das verstehe ich nie!“ Und wenn sie dann auf der Prüfung ist dann sagt der Prüfer : „Ja den Fragebogen haben sie ja komplett richtig ausgefüllt!“ Na, siehst du Frauchen, ich weiß gar nicht warum du dich vorher so aufregst!!!!“

Freitag war der große Tag da. Um 15 Uhr verstaut Frauchen alles ins Fahrzeug und ab geht es zum THW Aachen. Ach, hallo Yargo, Vaila und hallo Lucky! Kommt ihr auch alle wieder mit? Na, Yargo wie geht es dir denn mit deiner Arthrose? Was, Silke hat dich akupunktiert – tut das denn gar nicht weh? Was seitdem geht es dir viel besser , wie seit lange nicht mehr – das ist ja klasse. Und Vaila wie ist mit dir? Wo ist eigentlich Nopp? Ach, das ist aber schade, dass Nopp nicht mehr mit darf – der war doch immer so schnell fertig mit seiner Prüfung. Ich möchte nicht alt werden – ich möchte nicht hier ein Wehwechen haben und da ein Wehwechen haben. Hoffentlich fühle ich mich immer so fit wie im Moment. Ein Glück, das es Ganja, Divine, Lucky und Glenn gibt unsere jungen Hüpfer – die können nächstes Jahr unsere Arbeit übernehmen, während wir uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Aber jetzt marsch marsch.

Ich hasse diesen Anhänger ja, viel lieber würden wir alle vorne in unserem neuen MTW mitfahren. Wenn ich wieder die Körbe mit Essen sehe, die Andrea mitgenommen hat:
Käse, Salami, frisch geräucherter Schinken, Weintrauben, Stangenbrot – oh, mein Gott dass schaffen die 7 Mann doch nie ohne uns. Los Jungs, komm ab nach vorne ins Auto! Nein, nein, immer müssen wir hinten in den Hänger – Tierschutzgesetz – ja, ja ihr wollt nur alles alleine futtern.

Die Fahrt nach Hoya ist viel zu lange. Unser Hänger ist sehr komfortabel, aber 7 Stunden Fahrt – ist auch eine lange Zeit. Da muss man sich erst mal alle Glieder einrenken. Gott sei dank, dass wir endlich da sind. Jetzt haben wir nur noch eine halbe Nacht zum Ausruhen! Mein Gott 6 Stunden Schlaf ist aber auch nicht besonders viel.

Jetzt bin ich endlich dran: Tina, Vaila, Yargo und Lucky haben ihr Gehorsam schon unter Beweis gestellt. Ups, ich sollte aufhören an andere Sachen zu denken, Frauchen hat Platz! Gesagt. Schwupp schon lieg ich auf den Boden. Wow, eine raureife Wiese! Ich habe genau 20 Schritte Zeit, bis Frauchen wieder zu mir schaut, ob ich es wagen soll – ach eine Rolle, einmal durchs nasse Gras drehen – ja , ich mach es einfach Yeah herrlich! Die Zuschauer lachen alle, dann kann das ja nicht verboten sein, oder? Ich bin liegen geblieben, das ist doch wohl die Hauptsache. Oh Frauchen verdreht die Augen, war vielleicht doch nicht so gut. Na ja, bestanden haben wir aber trotz der Rolle!!! Wir alle haben die Unterordnung bestanden – wir sind ja auch ein tolles Team!!

Nun lasst uns doch endlich auf die Trümmer! Was ist los mit dir, Tina? Bist du k.o.? Ist vielleicht doch alles zu viel für einen 10 jährigen Hund. Mittwochs beim Training sind Yargo und Tina immer spitze! Aber mit der ganzen Fahrt und der anstrengenden Nacht ist dass doch für die beiden zu viel. Wir schicken sie doch besser in Rente. 8 Jahre Rettungshund – ich finde da hat man sich auch den Ruhestand redlich verdient!! Mindestens 24 Einsätze in einem Hundeleben – ich finde das reicht! Ihr zwei ward meine Vorbilder – jetzt müssen Vaila, Lucky und ich zeigen was in uns steckt. Damit wir Vorbilder für unser junges Gemüse sein können! Auf in den Einsatz! Unbekannte Anzahl von Opfern, große Trümmerlage nach Erdbeben – na, dann wollen wir mal loslegen:

Rechts und links in die Pfoten spucken – jetzt räume ich hier auf: Frauchen möchte, dass ich den Zugwaggon absuche – einmal einen tiefen Zug Luft einatmen – nein im Zug ist keiner!
Sandhaufen: ok rauf auf den Hügel, puuh da versinken aber meine Pfoten - Was riech ich denn hier oben? Ah, da hinten in der Röhre, da liegt einer – schnell runter vom Sandhaufen und rüber zur Röhre! „Basset hiiiier!“ Frauchen, warum rufst du mich denn jetzt, ich habe doch ein Opfer in der Nase! Ich tue so als ob ich sie nicht höre! „ Basset hier!“ So ein Mist – was soll das denn? Ach System, nur weil Frauchen den Prüfern gesagt hat sie will erst dahinten den Trümmerkegel absuchen, lässt sie mich nicht zur Röhre! Aber was soll es, sie weiß genau, dass ich ein Opfer schon gefunden habe! Hier auf den Trümmerkegel ist keiner! Hundertprozent! Nun laß mich doch zur Röhre! Ja jetzt habe ich die Erlaubnis Wau! Wau Wau! Ha das macht Spaß !!! Richtig mit aller Kraft bellen !!! Hier ist einer!! Ich sag es doch!!!! Jetzt kriege ich mein Spielzeug! Aber eigentlich will ich weiter machen! Los geht es: Der nächste Trümmerkegel! Ja, wau, wau der nächste! Das geht ja wie geschmiert!!! Macht das mal wieder Spaß. Die Prüfung haben wir gleich in der Tasche!!!!!

So, zwei Opfer haben wir schon, Sandra hat den Prüfern auch alles wissenswerte erklärt und erzählt. Jetzt können wir weiter machen. Ich glaube ich habe noch 10 Minuten Zeit, aber wenn das so weiter geht, dann bin ich gleich fertig. Frauchen möchte eine Auszeit – ich soll mal trinken – paah trinken , dafür habe ich jetzt keine Zeit. Okay, okay 2 Schlücke, nur damit du Ruhe gibst.

Jetzt soll ich 3 liegende Röhren absuchen. linke Röhre – leer, rechte Röhre – schnief - mmh ich hab doch was in der Nase. Die mittlere Röhre ist mit einer Decke abgedeckt und dahinter liegt eine Jacke, ja aber das ist es nicht – hier riecht es irgendwie nach Mensch wau wau – aber es kommt von weiter weg. Ich muß weiter nach rechts laufen, da sind zwei Container, vielleicht suche ich die mal ab. Was, in den einen darf ich nicht rein. Aber hier riecht es nach Mensch! Owei, jetzt habe ich Frauchen verunsichert, weil ich mal kurz an der abgedeckten Röhre gebellt habe und sie wahrscheinlich auch die Jacke gesehen hat. Sandra ruft mich und setzt mich noch mal an den Röhren an: Such und Hilf! Wau, wau – ja da ist was , aber nicht in den Röhren – komm Frauchen wir müssen weiter nach rechts. Gott sei dank, sie hat mich verstanden und geht mit mir zu einem großen Hügel mit roten Backsteinen. Zuerst schickt sie mich von der rechten Seite drauf. Hui, die Backsteine geben aber ganz schön nach! Schwierig, schwierig! Hier ist nichts. Aber woher kam der Duft. Frauchen will, dass ich auch noch mal von links auf den Hügel klettere. Das war eine gute Idee, hier riecht es - ja Moment wo ist der meiste Duft – ja, ich hab ihn Wau Wau Wau!!!! Yeah hier bleib ich hab ihn!!!!! Frauchen ist happy! Bei der Prüfung dürfen höchsten 3 Verstecke belegt sein!!!!! Wir haben bestanden!!!!! Komm, lass uns zu Vaila und Lucky gehen, ich muss unbedingt wissen, ob die auch alle gefunden haben. Was für eine Frage: Klar haben meine zwei Kumpels bestanden!!!

Jetzt kriegen wir eine Plakette: Din geprüfter Rettungshund!!!! Da kann ich es endlich allen zeigen: den Menschen vom Ordnungsamt, der Polizei, der Feuerwehr, den Jagdpächter ja und natürlich meiner Freundin Tina – das ich ein geprüfter Hund bin nach DIN 13050!!!!

Was, es gibt keine Plakette? Das THW hat das aus Organisatorischen, Haushaltsmitteln und überhaupt nicht geschafft, für mich eine Plakette zu beschaffen? Obwohl jeder die Prüfungsordnung seit zwei Jahren kennt???? Ich kenn sie ja auch seit zwei Jahren!!! Na, ja ist ja auch egal hauptsache Vaila, Lucky und ich haben alle Anforderungen gekonnt und geschafft!!!

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